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Der Malser Weg,

Mals, 08.März 2019

Pressekonferenz Umweltinstitut München am 08.März 2019 in MalsObwohl ich seit Jahren einiges an Pressearbeit u.dgl. gewohnt bin, habe ich noch nie eine so gut besuchte PK erlebt, wie jene am 8. März 2019 im Bio-Hotel „Panorama“ in Mals. Gezählte 56 Personen waren anwesend. Sämtliche nationale aber auch internationale Presse, Politiker („Die Grünen“ und „Movimento 5 Stelle“), Fachleute, „Malser Weg`ler“…

Neben der “Dauerbelastung” durch Pestizide – die über Kilometer verfrachtet werden – hat die Studie etwas weiter Wichtiges gezeigt: Einen konstanten Pestizid-Mix. Und ein solcher Mix ist infolge des “Cocktaileffekts” immer viel gefährlicher als der jeweilige Einzelwirkstoff.

Fotogalerie: Pressekonferenz 08. März

Im Internet fanden sich bereits ab Freitag Nachmittag/Samstag Früh erste Pressereaktionen:

o   Süddeutsche Zeitung:
www.sueddeutsche.de/pestizide-umweltinstitut-muenchen

o   Tirol isch toll – BLOG von Werner Kräutler:
tirolischtoll.wordpress.com/gift-im-vinschger-wind

o   SALTO.bz: Scharfer Vinschger Wind: Die Ergebnisse der Pestizid-Studie des Münchner Umweltinstitutes, die gerade in Mals vorgestellt wird und bereits für schrillende Alarmglocken gesorgt hat:
salto.bz/pestizide-luft-vinschgau

Für Karl Bär vom Umweltinstitut (und für uns alle) lassen die Erkenntnisse aus dem Vinschgau nur einen Schluss zu: “Die Regeln, die beim Spritzen beachtet werden müssen, verhindern nicht, dass sich die Mittel in der Luft verbreiten. Der einzige Weg, um konsequent zu verhindern, dass unsere Gesundheit und die Umwelt weiter belastet werden, wäre es, keine gefährlichen Pestizide mehr einzusetzen.”

Aber auch ausgezeichnete Kommentare zum Verhalten und zur Reaktion der Offiziellen Südtiroler Politik. Der weitaus beste stammt von Christoph Franceschini:

o   SALTO.bz:  www.salto.bz/sehr-schlechter-stil

Sehr schlechter Stil – Landesrat Arnold Schuler wettert öffentlich gegen eine Studie noch bevor er sie kennt. Das ist für einen Landeshauptmannstellvertreter unwürdig und unseriös. Es ist am Freitag die Titelschlagzeile der „Dolomiten“. „Zorniger Landesrat: „Spiel mit Ängsten und Schaden für Südtirol“ und im Untertitel heißt es: „Polemik: Privater Münchner Verein legt heute Messergebnisse zu „Pestizid-Belastungvor. Landesrat Schuler kontert“.

Es folgt im Innenteil des Tagblattes der Südtiroler ein großes Interview mit Arnold Schuler.

Der Landesrat für Landwirtschaft nimmt darin Stellung zur Studie und den Daten des Umweltinstitut München zur „Pestizid-Belastung der Luft im Vinschgau“, die am Freitagvormittag in Mals vorgestellt wird. Schulers Resümee: „Hier wird mit den Ängsten der Leute gespielt, zum Schaden des ganzen Landes“.

Der Tenor des Interviews, das wie ein bezahltes Auftragswerk anmutet, ist eindeutig: Was die Pestizidgegner und –kritiker erzählen, ist alles Humbug, von Gesundheitsgefährdung keine Spur. Dabei ist der erste Satz, den Arnold Schuler sagt, symptomatisch und entlarvend: „Ich kenne deren Daten nicht, da sie erst heute vorgestellt werden.“

Wie bitte? Da wettert der Landwirtschaftslanderat auf der Titelseite einer Zeitung gegen eine Studie, die er nicht kennt. Es ist eine Weltpremiere. Hier fährt ein Politiker einen öffentlichen Konter noch bevor der Angriff erfolgt ist.

Es ist eine Gangart, die für einen Landeshauptmannstellvertreter unwürdig und unseriös ist. Die Angst vor dem „privaten Münchner Verein“ muss wirklich tief sitzen, um zu solchen Methoden greifen zu müssen. „Mettere le mani avanti“, sagen die Italiener trefflich zu dieser Art von Schaumschlägerei.

MS: Und von so was [..omissis..] werden wir in Südtirol regiert.

o    RAI Südtirol in italienischer Sprache:
www.rainews.it/Val-Venosta-Alto-Adige-Pesticidi

 

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